Friedhof, Schwarzenbek Sternenkindergrab

Sternenkindergrabstein

Die Beisetzung von Sternenkinder ist jetzt auf den „Neuen Friedhof“ der Ev.-Kirchengemeinde Schwarzenbek möglich.

Was sind Sternenkinder

Sternenkinder ist eine liebevolle Bezeichnung für Kinder, die während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder kurz nach der Geburt sterben. Sie werden auch Schmetterlingskinder oder Engelskinder genannt. In seiner ursprünglichen Bedeutung beschreibt der Name Sternenkind vor allem sehr kleine Kinder, die noch im Bauch während der ersten Wochen der Schwangerschaft versterben. Sie werden still geboren.

Existenz und Würde der Sternenkinder

Seit 2013 können in Deutschland alle Eltern ihre Sternenkinder ins Personenstandsregister eintragen und auf dem Friedhof bestatten lassen – unabhängig von der Dauer der Schwangerschaft und vom Gewicht des Kindes bei der Geburt. Sie können heute bei Standesamt sogar rückwirkend eine Geburtsurkunde für still geborene Kinder ausstellen lassen.

Für verwaiste Eltern ist dies von größter Bedeutung, denn sie haben jetzt die Möglichkeit, ihrem still geborenen Kind eine offizielle Existenz und die Würde einer Person zu verleihen. Viele Eltern nutzen diese Möglichkeit. Es hilft ihnen, Abschied zu nehmen und ihren Verlust zu verarbeiten.

Ein Ort zum Trauern schaffen

Genauso wichtig ist für viele trauernde Eltern, ihr Sternenkind auf dem Friedhof zu beerdigen.
Eine Beerdigung auf dem Friedhof ist der Würde eines Menschen angemessen. Sie gibt auch den Eltern der Sternenkinder die Gelegenheit, Abschied zu nehmen

Lange wurde nach einem Konzept und einer passenden Stelle für ein Grabfeld für „Sternenkinder“ in Schwarzenbek gesucht. Auf dem „Neuen Friedhof“ der KG Schwarzenbek wurde dieser gleich neben dem Bereich der Kindergräber gefunden.
Hier entstand ein würdiger Platz, an dem Eltern trauern können.
Als die Idee eines Sternenkinder-Grabmals an den Steinmetz Holger Passing aus Geesthacht herangetragen wurde, hat er einen passenden Stein kostenlos bereitgestellt. Dieser Stein stellt eine Säule dar, die ins All strahlt und sich nach oben öffnet. In den bislang blankpolierten Stein hatte Holger Passing nach Absprache mit der Projektgruppe, der neben Pastor Andreas Schöer, die Sterbeamme Nadine Beyer, den örtliche Bestatter Axel Möller sowie der Friedhofsausschuss angehörten eine Vers aus dem Buch „Der kleine Prinz“ von Antonie de Saint Exupéry eingraviert und mit bunten Sternen versehen.

„Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache.“

Die Eltern haben die Möglichkeit einen Stern mit dem Namen in ein Steinkissen eingravieren zu lassen.

Für die Beisetzung eines „Sternenkindes“ nimmt die Kirche als Träger des Friedhofs keine Gebühr

 

Projektgruppe Sternenkindergrab

Pastor Andreas Schöer und Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig

Steinmetz Holger Passing und Bestatter Axel Möller